Wenn Drofn tanzt

LandGang Ausgabe 2018/1, Seite 86-91, von Suche

Wenn Drofn tanzt

Der Sturm tobt an der Nordseeküste, die Menschen sind gewappnet. Sie haben Deiche gebaut, die sie vor den meisten Fluten schützen. Vor vielen tausend Jahre war das nicht so, da halfen nur Gottesfurcht und Gottvertrauen gegen die Macht des Meeres und seiner Dämonen.

Das Meer war heilig, in seinen Tiefen – so glaubte man – wohnte die Meeresmutter Ran, die die Menschen mit Fisch und Meeresfrüchten reich beschenken konnte, Glück und Segen bringen, aber ebenso diejenigen, die es wagten, sie respektlos zu behandeln, in die dunklen Tiefen ziehen und nie wieder frei geben würde.

Zurück zum InhaltsverzeichnisFoto: Tetzlaff/LADE-OKAPIA