Maibloomtied

LandGang Ausgabe , Seite 74-78, von Susanne Hansen

Maibloomtied

Maibloom-Tied in Vierlanden. Mitte September startet in dem größten Maiglöckchen-Anbaugebiet Deutschlands die Erntezeit, dann, wenn das Laub der Maiglöckchen beginnt abzusterben und die Keime ausgereift sind.

Roden und Maiblumenpulen heißt es dann auch auf dem Hof von Mathias Peters im Naturschutzgebiet Kirchwerder Wiese. Es ist ein mühsames Geschäft. Und erdig ist es obendrein. Dennoch blitzen die Augen von Mathias Peters, als er einen Klumpen Pflanzen mit seiner Hacke aus der Erde zieht. Die Wurzeln sind wirr und dürr, vertrocknete, verwelkte Blätter hängen schlaff am anderen Ende herab. Nur ein kleiner spitzer, weiß-rosafarbener Ansatz zwischen Wurzel und Blatt verrät, dass in der Pflanze Leben steckt. „Siehst du, das ist ein Blühkeim“, lächelt der 45-Jährige zufrieden.

Viele Handgriffe, etwas Frost und Wärme später werden aus diesem Wurzel-Wirrwarr zartgrüne und duftende Maiglöckchen sprießen. Wir haben zugeschaut, was im Herbst passieren muss, damit die „lütten Lillen“ übers ganze Jahr blühen...

Zurück zum InhaltsverzeichnisFoto: André Reuter