Heimatkost: Bauernsenf – unscheinbares Wunderpflänzchen

LandGang Ausgabe 2019/1, Seite 72-75, von Marion Wick

Heimatkost: Bauernsenf – unscheinbares Wunderpflänzchen

Kennen Sie Bauernsenf? Er wächst jetzt in unseren Gärten hartnäckig gegen Frost und Trockenheit an. Wer ihn findet, pflückt ihn und kocht etwas daraus. Er schmeckt erstaunlich lecker – wie knackige Kresse.

Wenn man im Winter durch den Garten spaziert, fällt es einem manchmal durchaus unangenehm auf: Selbst unter Eis und Schnee scheint sich auf den im Herbst frisch umgegrabenen Gartenflächen schon wieder »Unkraut« auszubreiten. Überall, wo nackter Boden in den Winter gegangen ist, ohne dass Unkrautvernichtungsmittel gespritzt wurden, breitet sich der Bauernsenf aus. Kleine grüne Rosetten, ihre perlschnurartigen Blätter dicht an den kalten Boden gepresst, findet man selbst in Blumentöpfen. Bei uns in Schleswig-Holstein sagt man auch oft fälschlich »Gänsekresse«, wobei die echte Gänsekresse botanisch zwar verwandt, aber eine ganz andere Pflanze ist.

Zurück zum InhaltsverzeichnisFoto: Marcus Dewanger