Der Nord-Ostsee-Kanal

LandGang Ausgabe 2020/3, Seite 122-131, von Sabine Sopha

Der Nord-Ostsee-Kanal

Vor 125 Jahren wurde er feierlich eingeweiht: Der NOK, wie ihn die Schleswig-Holsteiner kurz nennen, eine der bedeutendsten künstlichen Wasserstraßen der Welt. Grund genug, genauer hinzuschauen, was gestern war, heute ist und morgen wohl kommen mag.

Holger Petersen hat einen der schönsten Arbeitsplätze am Nord-Ostsee-Kanal. Davon gibt es viele: auf Schiffen, in Restaurants, in Hotels, auf Feldern. Er blickt aus großen  Panoramascheiben direkt auf die künstliche Wasserstraße, sieht Containerriesen vorbeiziehen oder den Passagierdampfer «Freya«. Der lässt laut seine Dampfpfeife erklingen, wenn er Sehestedt passiert, und die Besatzung der Fähre »Pillau« antwortet mit dem Typhon. Holger Petersen betreibt den Imbiss auf der Sehestedter Nordseite. Einen modernen Flachbau mit großartiger Aussicht. »Wenn ich aus dem Fenster schaue, weiß ich, dass es sich lohnt, an seinen Träumen zu arbeiten. Der Nord-Ostsee-Kanal ist mein Arbeitgeber, mein berufliches Glück und mein Ruhepunkt«, sagt der Imbiss-Wirt.

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