Dat ole Hus in Aukrug

LandGang Ausgabe 2020/6, Seite 146, von Marc Larsson-Ohm

Dat ole Hus in Aukrug

Am Wegesrand

Unterwegs in Schleswig-Holstein treffen wir immer mal wieder auf Hinweise am Straßenrand, die unsere Neugierde wecken. Dieses Mal erfährt der Sohn unseres Redakteurs Marc Larsson-Ohm, wie köstlich Geschichtsunterricht sein kann.

Als intellektuelles Vorbild für einen Siebenjährigen habe ich entschieden: »Wir gehen heute ins Museum!« Schon biege ich in die Straße mit dem plattdeutschen Namen »Na’t ole Hus« ein, und auf der Rückbank des Autos sinkt die Begeisterung ins Bodenlose. Ich fange an zu rezitieren, was ich mir vor Reiseantritt noch schnell im Internet angelesen habe: »Den Kern des Museums bildet eine um 1700 erstmals errichtete und 1804 nach einem Brand wieder aufgebaute strohgedeckte Kate, in der die bäuerliche Wohnkultur der Region des 18. Und 19. Jahrhunderts gezeigt wird. Die Einrichtung und Arbeitsgeräte aus den Jahren zwischen 1750 und 1850 stammen aus der Umgebung der heutigen Gemeinde Aukrug.« Das Augenrollen auf der Rückbank ist körperlich spürbar.

Zurück zum InhaltsverzeichnisFoto: Katarina de Freese