Gut Falkenberg – Charme der Vergangenheit

LandGang Ausgabe 2021/1, Seite 60-67, von Claudia Reshöft

Gut Falkenberg – Charme der Vergangenheit

Offenbar gibt es hier „Kaminholz“ zu kaufen. Das hölzerne Hinweisschild an der Straße, die nach der alten Raststation am einstigen Ochsenweg „Ruhekrug“ benannt ist, verrät jedoch nichts von der bis in den letzten Winkel malerischen Idylle, die sich am Ende der Allee verbirgt. Auf Gut Falkenberg scheint der Takt der Uhren langsamer zu gehen – dafür schlägt das Herz der Menschen, die Stille und Natur schätzen, ein wenig schneller.

So muss es auch den Location-Scouts ergangen sein, die Mitte der 1970er Jahre nach einem Drehort suchten für den Fernseh-Dreiteiler „Der Stechlin“, frei nach dem Roman von Theodor Fontane. Sie verliebten sich in das zwischen dem Schleibecken und dem Lürschauer Forst gelegene Herrenhaus, das aufgrund seiner überschaubaren Größe dem „bescheidenen“ Schloss Stechlin aus der literarischen Vorlage am nächsten kam. „Noch heute reisen Fontane-Liebhaber hierher, um sich den fiktiven Schauplatz anzusehen“, schmunzelt Armin von Samson vor einem prasselnden Feuer im Kamin.

Zurück zum InhaltsverzeichnisFoto: Henrik Matzen