Heimatkost: Vielseitiger Austernseitling

LandGang Ausgabe 2021/1, Seite 92-95, von Marion Wick

Heimatkost: Vielseitiger Austernseitling

Die meisten Menschen kennen ihn vom Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt: den Austernseitling. Tatsächlich wächst der Pilz im Winter genauso an verschiedenen Laubbäumen in der Natur. Ihn zu sammeln lohnt sich, denn der Austernpilz schmeckt delikat und ist in der Küche in verschiedensten Gerichten einsetzbar.

Der Austernseitling – oder auch Austernpilz – ist ein typischer Winterpilz, denn er benötigt Frost, um zu fruchten. Man findet ihn also meist zwischen November und März an verschiedenen Laubbäumen, oft Pappeln oder Weiden, an denen totes Holz vorhanden ist. Auch an älteren Baumstümpfen kommt er vor. Dabei ist es ihm egal, ob der Winter mild oder kalt ist, solange sein Wirtsbaum nicht komplett durchgefroren ist, bildet er in mehreren Wellen zum Teil sehr große Pilzcluster, die bis zu zwei Kilogramm wiegen können. Ein Austernseitling ist leicht zu erkennen, denn um diese Jahreszeit gibt es keine anderen Baumpilze, die ihm ähnlich sind. Die großen Hüte sitzen auf kurzen exzentrischen Stielen am Holz fest und sind dabei nie alleine. Er ist ein Lamellenpilz und in keiner Weise hart wie andere Baumpilze. Meist ist er beigefarben, manche Exemplare haben eine graue bis stahlblaue Oberfläche.

Zurück zum InhaltsverzeichnisFoto: Marcus Dewanger