Märchenhafter Blütenteppich

LandGang Ausgabe 2021/2, Seite 30-32, von Svenja Schwedtke

Eines der schönsten Frühlingsbilder malt für mich ein Buchenwald in der Nähe von Neumünster. Die Eider fließt hindurch, es gibt dort Teiche, hügeliges Gelände, Baumstubben und Steinhaufen und riesige Teppiche voller Buschwindröschen. Im April ist der ganze Waldboden weiß – ein zauberhafter Anblick.

Buschwindröschen werden botanisch Anemone nemorosa genannt, sie gehören in die Familie der Hahnenfußgewächse. Die entzückenden Frühlingsboten wachsen in krautreichen Laub- und Nadelwäldern und in Gebüschen. Heimisch sind sie in ganz Europa bis Nordwestasien. Buschwindröschen gehören zu den Frühlingsgeophyten. Das sind Pflanzen, die früh im Jahr austreiben, wachsen und blühen, bevor die Gehölze, mit denen sie zusammenstehen, Blätter bekommen. So nutzen sie das Licht, das die noch laublosen Bäume hindurchlassen, für ihre Vegetationszeit. Nach der Blüte ziehen sie ein und werden gelb, wenn die Gehölze austreiben. Im folgenden Jahr kommen sie wieder.

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